Märchenstunde

 

Homewir über unsKühe unter sichPark & ReitHungerkünstlerReformhaus 1Reformhaus 2Leiser die Glocken nie klingenMärchenstundeDie Herz-SeitePiss Off (Die aktuelle Seite)

 

 
Zurück 
Weiter 


 

 

 

Der Froschkönig

Es war einmal eine Prinzessin, in dessen Reich war absolut tote Hose und sie hatte eine fürchterliche Langeweile. Ihr Gemahl, der Prinz, saß den ganzen Tag vor dem PC und trug auch nicht grad dazu bei, ihr die Langeweile zu vertreiben. Als ihr die Öde eines Tages zu sehr auf den Keks ging, fasste  sie den Entschluss, mal wieder einen Besuch in Opas Kleingarten zu machen. Der Opa hatte nämlich einen schönen Kleingarten in dem es nicht nur einen gepflegten Rasen, sondern auch viele Obstbäume und Gemüse- und Blumenbeete gab. Aber das schönste in diesem Kleingarten war für die Prinzessin ein kleiner Zierteich, in dem muntere Goldfische schwammen. Rund um den Teich standen potthässliche Gartenzwerge, die die Gesichter von bekannten Politikern des Königreiches trugen. Dies war der  absolute Lieblingsplatz der Prinzessin. Hier konnte sie zwischen den Politikern ihres Königreiches stehen, ohne von diesen angelogen zu werden und ohne sich die leeren Versprechungen dieser Hampelmänner anhören zu müssen.

So zog es sie auch an diesem Tag zu diesem lauschigen Plätzchen im Kleingarten des Opas.

Doch was bewegte sich da am Rande des Zierteiches. Bei näherem hinsehen bemerkte sie das Netz, welches der Opa zum herausfischen der Goldfische für das Winterquartier benutzte. Und als sie noch genauer hinsah, entdeckte sie einen Frosch, der sich in eben diesem Netz verfangen hatte und verzweifelt freizukommen versuchte. Und noch etwas fiel ihr auf. Sie konnte es kaum glauben, der Frosch trug ein Baseballcappy mit einer aufgestickten Krone auf dem Kopf, das nun hin und her wackelte und ihm vom Kopf zu rutschen drohte. Als der Frosch die Prinzessin sah, stellte er seine Bemühungen ein und sprach: „ Hallo Schnecke, ich hab mich verfangen und komm nicht mehr los, bitte befrei mich, ich erfülle dir auch 3 Wünsche dafür.“ Die Prinzessin zögerte. Sie regierte schließlich ein Königreich und wusste daher, was man von Wahlversprechen zu halten hatte. „Meinst du das wirklich ernst?“ fragte sie den Frosch. „Politikerehrenwort“ antwortete dieser, „aber an die Wünsche ist eine Bedingung geknüpft. Alles was du dir wünschst, dein Mann bekommt das gleiche, aber 10 mal besser als du.“ Das ist eine Bedingung, mit der ich leben kann, dachte sich die Prinzessin und begann sorgsam, den Frosch aus dem Netz zu befreien. Nachdem der Frosch nun seine Freiheit wiedergewonnen hatte, schob er sein Cappy gerade und fragte nach dem ersten Wunsch der Prinzessin. Diese überlegte nicht lange und sagte: „Ich möchte die schönste Frau der Welt sein“. Der Frosch erinnerte sie noch mal an die Bedingung. „Weißt du was das heißt?, dein Mann wird 10 mal schöner sein. Ein Adonis, dem die Frauenherzen schneller zufliegen werden, wie Bratt Pitt". Doch die Prinzessin meinte, „das geht in Ordnung, denn ich werde die schönste Frau der Welt sein und er wird nur Augen für mich haben“.

So geschah es dann. Als sie zu Hause den Spiegel las, sah sie, das sie inzwischen als schönste Frau der Welt in den Charts geführt wurde. Hoch erfreut ging sie wieder in Opas Kleingarten zum Zierteich, um sich den zweiten Wunsch abzuholen. Der Frosch erschien auch sofort und erkundigte sich nach dem zweiten Wunsch. „Ich wäre gern die reichste Frau der Welt,“ sagte die Prinzessin. „Weißt du auch was das bedeutet?“, sagte der Frosch. „Dein Mann wird der reichste Mann der Welt sein und 10 mal mehr Geld haben als du. Er wird ein Leben in Saus und Braus führen können und nicht mehr nur am PC sitzen müssen". Die Prinzessin meinte, da hab ich gar keine Bedenken. Mein Mann kennt nur mich und wird alles mit mir teilen. Was sein ist, ist auch mein und was mein ist, ist auch sein. Und so geschah es. Als die Prinzessin zu Hause wieder in den Spiegel sah, stellte sie fest, das sie inzwischen an erster Stelle der Geldrangliste der Frauen geführt wurde, noch vor den besten Tennisspielerinnen der Welt.

Nachdem Wochen ins Land gezogen waren, erinnerte sie sich, das sie ja noch einen dritten Wunsch offen hatte und ging wieder in den Kleingarten zum Zierteich, um den Frosch zu suchen. Der Frosch erschien auch sofort wieder, schob sich das Kronencappy nach hinten und fragte nach dem dritten Wunsch. „Mein letzter und dritter Wunsch", sagte die Prinzessin mit einem coolen Lächeln, „ist folgender".

„Ich wünsch mir einen leichten Herzinfarkt!"

Und die Moral von der Geschichte:

Frauen sind clevere Biester.

Leg dich niemals mit ihnen an !

 

[Home][wir über uns][Kühe unter sich][Park & Reit][Hungerkünstler][Reformhaus 1][Reformhaus 2][Leiser die Glocken nie klingen][Märchenstunde][Die Herz-Seite][Piss Off (Die aktuelle Seite)]

Copyright(c) 2001 Manfred Marz. Alle Rechte vorbehalten.
mani.marz@t-online.de